theaterfestival
50. Mülheimer Theatertage
10. bis 31. Mai 2025 ● Mülheim an der Ruhr ● verschiedene Orte
Die Mülheimer Theatertage werden 50. Das wird mit einem besonderen Jubiläumsrahmenprogramm gefeiert. Es wird brisant, subtil, leidenschaftlich wütend, sehr persönlich, poetisch und komisch-ironisch.
Im Rahmen der Mülheimer Theatertage werden hier sieben bis acht Stücke in der wirksamsten Aufführung, meist der Uraufführung, gezeigt. Die Auswahl trifft ein unabhängiges Gremium aus den in der jeweiligen Saison uraufgeführten deutschsprachigen Stücken.
2007 riefen die Mülheimer Theatertage ein Festival für Kinder ins Leben, die „KinderStücke“. Als Wettbewerb findet es seit 2010 statt. Ein eigenes Auswahlgremium wählt fünf Stücke für Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren aus.
Im Zentrum stehen in Mülheim die Stücktexte, nicht deren Inszenierung. Die Konzentration auf den Text macht das Festival einzigartig. Dabei sind die Mülheimer Theatertage stets offen für neue Formen der Autorenschaft. So wie sich die Gesellschaft wandelt, wandelt sich auch das Schreiben für die Bühne. Die Mülheimer Theatertage tragen den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung, indem sie auch den neuesten künstlerischen Entwicklungen Raum geben.
Zum Auftakt des Festivals werden die Preisträger:innen des Vorjahres feierlich geehrt. Sivan Ben Yishai wird mit dem Mülheimer Dramatikpreis 2024 ausgezeichnet. Roland Schimmelpfennig erhält den Publikumspreis. Armela Madreiter wird der KinderStückePreis verliehen. Der Förderverein des Theater an der Ruhr ehrt Dimitrij Schaad mit dem Gordana-Kosanović- SchauspielerInnenpreis 2024.
Eröffnet wird das diesjährige Jubiläums-Festival mit „Doping“. Die Münchner Dramatikerin Nora Abdel-Maksoud ist Spezialistin für schnelle, böse, hochkomische Polit-Komödien. In „Doping“ packt sie Themen wie Neoliberalismus, Pflegenotstand und Klassenmedizin in eine aberwitzige Farce. Im Mittelpunkt steht ein junger FDP-Lokalpolitiker auf Sylt, der an Inkontinenz leidet und deshalb um seine Karriere fürchtet. Zum Personal gehört auch ein dubioser Arzt, der auf einem U-Boot eine Armenklinik für die Sylter Kassenpatienten betreibt – bis das schwimmende Spital auf einen Schwarzgeldberg aufläuft. Dafür, dass die Pointen zünden, sorgte die Autorin übrigens selbst: Bei der Uraufführung an den Münchner Kammerspielen führte sie, wie bei allen ihren Stücken, selbst Regie.
Bildunterschriften und /-nachweise:
1. Christiane Karg © Foto: Gisela Schenker
2. GRACES © Foto: Fabio Sau
3. Anthony Roth Costanzo © Foto: Matthu Placek
4. tanzmainz © Foto: Andreas Etter
5. Dafne Kritharas © Foto: Chloe Kritharas Devienne